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Ungewöhnliche Strassensperre in Moskau


Ausland

10.03.10 | Veröffentlicht um 18:29


Ungewöhnliche Strassensperre in Moskau

Moskau. In der russischen Hauptstadt hat die Polizei bei einer Verbrecherjagd zu aussergewöhnlichen Mitteln gegriffen und dabei das Leben Unschuldiger aufs Spiel gesetzt: Wie im Actionfilm benutzte sie mehrere Autos samt Fahrer für eine Strassensperre. Auf der Autobahn stoppten Polizisten mehrere Fahrer, damit sie mit ihren Wagen die Strasse verbarrikadierten. So wollte die Polizei ein Auto von Dieben aufhalten. Die Verdächtigen durchbrachen die Sperre und ramponierten zwei Autos, in denen noch die Fahrer sassen. Diese blieben unverletzt. Russische Zeitungen nannten das Vorgehen der Polizei einen Skandal.

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Verbrecherjagd
Russische Autofahrer für Strassensperre missbraucht

Moskau (sda/dpa) In Moskau hat die Polizei bei einer
Verbrecherjagd zu aussergewöhnlichen Mitteln gegriffen und dabei das
Leben Unschuldiger aufs Spiel gesetzt: Wie im Actionfilm benutzte
sie mehrere Autos samt Insassen zur Errichtung einer Strassensperre.

Auf der Stadtautobahn stoppten Polizisten die Fahrer, damit sie
mit ihren Wagen die Strasse verbarrikadierten, um ein Auto von
Dieben aufzuhalten. Die Verdächtigen, die eine Tasche gestohlen
hatten, durchbrachen die Sperre und ramponierten zwei Autos, in
denen noch die Fahrer sassen. Diese blieben unverletzt.

Russische Zeitungen nannten das Vorgehen der Polizei am Mittwoch
einen Skandal. Die Bewegung der Autofahrer Russlands verlangte, die
Verantwortlichen zu bestrafen und die Autobesitzer zu entschädigen.
Die Polizei habe kein Recht, einfache Menschen für eine
lebensgefährliche Jagd auf Banditen zu missbrauchen.

Die Polizei entschuldigte sich. Eine Sprecherin kündigte
disziplinarische Schritte gegen die Mitarbeiter an, die den Einsatz
in der Nacht zum 5. März veranlasst hatten.



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Am Mikrofon: Daniel Schaffner. Redaktion: Martin Stich

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